Fürstenau (WB). Die zukünftige Wasserversorgung der Dörfer Fürstenau und Bödexen war in der Nacht von Montag auf Dienstag auf der Autobahn unterwegs. Genauer gesagt: Zwei jeweils 90.000 Liter fassende Trinkwasserbehälter wurden mit zwei Schwertransportern von Ravensburg aus nach Fürstenau transportiert.
Die 4,20 Meter breiten, 15 Meter langen und 7 Meter hohen aus Edelstahl wurden in Ravensburg hergestellt. Von dort aus sind sie mit zwei Schwertransportern über 550 Kilometer gefahren, bis sie im Kreis Höxter ankamen. Gesperrt werden musste aber weder die A 7 noch die Bundesstraßen 252 und 63. Lediglich in Fürstenau mussten Autofahrer am frühen Dienstagmorgen ein wenig warten. Die Meintestraße und die Falkenflucht waren bis zum Mittag für den Verkehr gesperrt.
 Transport der beiden Edelstahltanks. foto:hydro-elektrik
Die 6,5 Tonnen schweren Kolosse sind von zwei Kränen an ihren Bestimmungsort gebracht worden. Die Edelstahlbehälter sollen in Zukunft die Wasserversorgung der Ortschaften Fürstenau und Bödexen sichern. Das alte Wasserreservoire, ein Betonbehälter aus dem Jahr 1954 ist undicht geworden. "Wir hätten ihn reparieren müssen und das wäre sehr teuer geworden", sagt der Geschäftsführer der Gas- und Wasserversorgung Höxter Ulrich Klocke.
 Die Edelstahltanks werden mit Kranen in das Gebäude gehoben. foto:hydro-elektrik
Die 180.000 Liter decken den Tagesbedarf der 2.300 Bewohner der zwei Ortschaften. "Das ist gerade die richtige Größe", sagt Ulrich Klocke. "Zu groß darf ein Wasserbehälter nicht sein, da sich sonst Bakterien bilden können." Der Wasserversorger hat sich dafür entschieden neue Edelstahltanks anzuschaffen und nicht auf herkömmliche Betonbehälter zu setzen "Die Edelstahltanks sind wesentlich billiger", begründet Ulrich Klocke. Die beiden Behälter sind in einem Holzhaus neben dem alten Wasserreservoir untergebracht. Darin sollen sie vor Wind und Wetter geschützt sein. Das alte Betongebäude wird zurückgebaut und begrünt. Wenn alles gut geht dann werden die neuen Behälter in sechs Wochen in Betrieb genommen. Dann heißt es Wasser marsch. Und in weniger als fünf Stunden strömen 180.000 Liter Wasser aus dem Wasserwerk Schelpetal in die neuen Stahltanks.
von Christian Busse |