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27.06.2007

Ozon für Wasseraufbereitung unverzichtbar

Auf Ozon kann im Rahmen der Wasseraufbereitung aus Sicht der Hydro-Elektrik GmbH nicht verzichtet werden. Ozon wird in der Wasseraufbereitung aufgrund seines breiten Wirkungsspektrums für die Desinfektion sowie für die umweltfreundliche Oxidation anorganischer und organischer Stoffe eingesetzt. Eine Ozonstufe gehört in vielen Trinkwasserwerken zu den zentralen Aufbereitungsstufen.

Es ist in Fachkreisen bekannt, dass bei der Ozonung unter bestimmten Voraussetzungen in geringen Mengen auch unerwünschte Reaktionsnebenprodukte entstehen können. Ziel jeder Trinkwasseraufbereitung ist es, ein für den Verbraucher selbstverständlich optimales Trinkwasser zu produzieren und die Gehalte an unerwünschten Substanzen zu minimieren. Die jüngst bekannt gewordenen Erkenntnisse zur möglichen Bildung des Nitrosamins N-Nitrosodimethylamin (NDMA), sieht Hydro-Elektrik GmbH als auch die anderen Anlagenbauer als Herausforderung, bewährte Aufbereitungsprozesse zu verbessern.

NDMA kann bei der Ozonung N,N-Dimethylsulfamid (DMSA)-haltiger Wässer entstehen. DMSA ist ein Metabolit des mit Pflanzenbehandlungsmitteln (Fungizid) ausgebrachten Wirkstoffes Tolylfluanid. Entsprechend der Bewertung des Umweltbundesamtes  ist aus gesundheitlicher Sicht bei lebenslangem Genuss eine Belastung des Trinkwassers mit Höchstwerten von 0,01 Mikrogramm/l für NDMA bzw. 1 Mikrogramm/l für DMSA noch zulässig.

Erste breit angelegte Untersuchungen zeigen, dass nur bei einzelnen Wasseraufbereitungsanlagen unter sehr spezifischen Bedingungen die neu festgelegten Höchstwerte überschritten wurden und konkreter Handlungsbedarf besteht. Die Hydro-Elektrik GmbH weist darauf hin, dass bei möglichen Problemfällen keine überstürzten Eingriffe in die Verfahrenstechnik ergriffen werden sollten, da bei Nutzung anderer Oxidationsmittel weitere bisher unbekannte Abbauprodukte entstehen können.

Mögliche Ansätze für eine Reduktion der Reaktionsnebenprodukte liegen z.B. in einer Reduktion der Ozondosis, der Einwirkungsdauer sowie der Optimierung der nachfolgenden biologisch wirkenden Filterstufe. In jedem Falle sollte aber die Erfahrung eines erfahrenen Anlagenbauers mit in mögliche Anlagenmodifikationen einbezogen werden.

Ansprechpartner Manfred Brugger

(siehe auch "Mitteilungen der FIGAWA")

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