|
Auszug aus der Badischen Zeitung vom 28.10.06
Die "Möhlingruppe" nahm jetzt den modernsten Trinkwasserhochbehälter im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Betrieb
BOLLSCHWEIL. Seit Donnerstag ist der neue Wasserhochbehälter der "Möhlingruppe" für die Versorgung der Bewohner Bollschweils in Betrieb. Genau genommen handelt es sich um zwei sieben Meter hohe Behälter aus Edelstahl mit einem Fassungsvermögen von jeweils 300 Kubikmetern, die in einem Gebäude aus Holz untergebracht sind. Der neue Behälter ersetzt einen über hundert Jahre alten am nördlichen Ortsteil Bollschweils.
"Es ist der modernste Trinkwasserhochbehälter im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald", sagte Thomas Breig, Vorsitzender des Zweckverbandes "Möhlingruppe" und Bürgermeister der Mitgliedsgemeinde Ehrenkirchen bei der Einweihungsfeier. Er selbst öffnete den Schieber, sodass nun Wasser ins Bollschweiler Netz fließen kann. Die "Möhlingruppe" hat ihr System von Quellfassungen, Leitungen, Verteilern und Behältern zur Versorgung von 14500 Menschen in den Teilorten Ehrenkirchen, im Ortsteil Schallstadt, in Bollschweil und in Biengen einer gründlichen Erneuerung und Ertüchtigung unterworfen. Fachlich begleitet wird sie dabei von Mitarbeitern der Badenova. "Auch für und ist es ein höchst innovatives Projekt", sagte Badenova-Produktionsleiter Johann-Martin Rogg bei der Feier. "Denn Edelstahl ist das bestmöglichste Verpackungsmaterial für Trinkwasser".
Tatsächlich ist dieser Werkstoff seit Jahrzehnten in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie verbreitet, als Hülle für einen Trinkwasserbehälter ist er allerdings selten anzutreffen. Das Ravensburger Unternehmen Hydro-Elektrik hat erst vor wenigen Jahren ein Montageverfahren dafür entwickelt, bundesweit ist die Firma der einzige Anbieter, in Alpirsbach im Ortenaukreis wird im kommenden Jahr der zweite Edelstahlbehälter in Südbaden errichtet. Die Vertreter der "Möhlingruppe" hatten sich auf Vorschlag von Badenova Fachberater Klaus Rhode rasch dafür entschieden. Bei annähernd gleich hohen Investitionskosten - der Verband bestreitet eine Ausgabe von insgesamt 1,2 Millionen Euro für das Projekt, die nötigen Tief- und Hochbauarbeiten und viele verschiedene ergänzende Gewerke eingerechnet - werden weitaus geringere Kosten für die Unterhaltung und Reinigung der Behälter anfallen als bei herkömmlichen Wasserkammern aus Beton. [...]. |